Der See unter dem Palais Garnier – sanft entzaubert

Die Technik hinter dem Mythos
Der Bauplatz kämpfte von der ersten Schaufel an gegen die Bauarbeiter: Wasser stieg schneller in die Baugrube, als die Pumpen es abpumpen konnten. Garnier gab den Kampf auf und nutzte es — ein abgedichteter Tank, dessen Wasser gegen den Grundwasserspiegel drückt, teils Ballast, teils Fundament. Seit den 1860er-Jahren funktioniert das leise, was man von den meisten Legenden nicht behaupten kann. Die übrigen Probleme beim Bau — Krieg, Kommune, vierzehn Jahre — finden Sie auf der Geschichtsseite.
Vom Wassertank zur Legende
Leroux, der seinen Phantom 1909–10 als Fortsetzungsroman veröffentlichte, verwandelte die Zisterne in einen unterirdischen See mit einem Bootsmann. Pariser Feuerwehrleute nutzen sie tatsächlich für Tauchübungen, was das einzige Detail ist, das noch seltsamer ist als die Fiktion. Besucher können sie auf keinem Ticket oder keiner Tour sehen — was Sie sehen können, steht auf was Sie im Inneren sehen, und der Unfall, der denselben Roman inspirierte, auf der Phantom-Seite.
Die Geschichten, erzählt oberhalb des Wasserspiegels
Die dramatisierte Führung – €40, Eintritt inbegriffen, 4.7 von 134 Bewertungen – erzählt die Geschichte vom Wasserspeicher zum See in den öffentlichen Räumen; der unterirdische Bereich selbst ist bei keinem Angebot zugänglich, egal was ein Listungsfoto suggeriert.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es wirklich einen See unter dem Palais Garnier?
Es gibt Wasser, aber es ist ein abgedichtetes Mauerwerk-Reservoir aus den 1860er-Jahren, das das Grundwasser abfangen sollte, kein See. Kein Ufer, keine Boote – die ausführlichere Geschichte der überfluteten Fundamente finden Sie auf der Geschichtsseite.
Wie heißt der See unter der Oper?
Offiziell hat es keinen Namen. Die Bauarbeiter nannten es kurz la cuve, den Tank. Der See, der Fährmann und die Kerzen waren Gaston Leroux’ Ergänzungen — wie er das Phantom erschaffen hat.
Können Sie den unterirdischen See besuchen?
Nein, bei keinem Ticket oder keiner Tour – die unterirdischen Bereiche sind für alle Besucher gesperrt. Die Pariser Feuerwehr nutzt die Zisterne für Tauchübungen. Was ein Besuch tatsächlich umfasst, erfahren Sie unter Was es im Inneren zu sehen gibt.